ENTSCHULDIGUNG! Beim Seitenumzug auf einen anderen Hoster haben sich einige Probleme ergeben.  Die Korrekturen laufen mit Hochdruck und bald funktioniert alles wieder. Probleme bitte per Kontaktformular melden.

Benutzermenu





Passwort vergessen?
Inline-Kalender
< Mai 2018 >
Mo Di Mi Do Fr Sa So
30 1 2 3 4 5 6
7 8 9 10 11 12 13
14 15 16 17 18 19 20
21 22 23 24 25 26 27
28 29 30 31 1 2 3
n?chste Termine
Keine Termine
Helfer der 1. Skate-Challenge sind entt?uscht
Geschrieben von Scotty   
Dienstag, 8. Mai 2007
Image
Immer zur Stelle - Ordner der Skateevents
Dass viele Events ohne den Einsatz von Helfern nicht zustandekämen, ist unbestritten. Wie die Veranstalter mit ihnen umgehen, sorgt jedoch immer wieder für Unmut unter ihnen. Sind es Auswüchse von Profitgier oder einfach Schlamperei in der Organisation? Ein Beispiel beschreibt die Zustände, wirft Fragen auf und gibt Antworten.

Unter den Helfern von Skate-Events kursiert seit Jahren ein geflügeltes Wort, das aus den Erfahrungen der Ordner von Inline-Events geboren ist. Die Frage:"Und was zahlen die?" löst bei alten Hasen der Ordner-Fraktion unter den Helfern ein Schmunzeln aus. Weiß man doch, dass je mehr Versprechen der Veranstalter den Helfern gegeben werden, die zur Mithilfe animiert werden sollen, um so weniger dann tatsächlich für sie getan wird. So berichten langjährige Helfer davon, dass manchmal sogar mit einer Bezahlung der Helfer, um sie geworben wird. Zwar rechnet kaum noch einer der Erfahrenen wirklich mit einer Bezahlung, aber so manchen bringt dieses Versprechen immerhin dazu, einen anderen wichtigen Termin zu verschieben oder auch finanzielle Lasten auf sich zu nehmen, etwa  ein Taxi zu nehmen, um noch rechtzeitig einzutreffen.

Selbst private Veranstalter mit gewerblichem Hintergrund locken schon gerne mal mit Lohnversprechen. Doch die meisten dieser Versprechen werden dann nicht eingelöst. Ordner aus Wiesbaden und Mainz berichten von einer Veranstaltung für eine Messe, die über Jahre hinweg die versprochene Bezahlung hinauszögerte, bis letztlich keiner mehr an die versprochene Belohnung glaubte. So also entstand das geflügelte Wort:"Und was zahlen die?" - und jeder weiß die Antwort.

Dabei ist den Ordnern in aller Regel nicht daran gelegen, eine Bezahlung zu erhalten. Fast alle stellen sich gerne und ohne finanzielles Interesse in den Dienst der Sache. Und die Ordner der Städte einer Region unterstützen sich dabei wie selbstverständlich bei ihren gegenseitigen Einsätzen.

Der Hype um die Inline-Events ist in den vergangenen Jahren rückläufig, ebenso wie die bereitgestellten Mittel von Kommunen und Sponsoren. Die knappen Mittel bedingen, dass unnötige Ausgaben seitens der Veranstalter gescheut werden, und so kommt es nicht von ungefähr, dass die kleinen Vorteile, die den Helfern zugutekamen, wie etwa kostenlose Getränke, Essen oder der Rücktransport nur noch bedingt möglich sind.

Zwar ließe sich mit geringen, meist nur organisatorischen Dingen schon einiges verbessern, etwa die durch den Veranstalter organisierte Rückfahrt, welche aus der bloßen Vermittlung von Fahrgemeinschaften bestünde. Doch es scheint sich einzubürgern, dass man sich um die Ordnerkräfte nicht zu kümmern braucht.

Bei der  1. Rhein-Main Skate-Challenge in Frankfurt wurde den Helfern versprochen:"Jeder Helfer erhält als Dankeschön ein Skate-Challenge Helfer-T-Shirt sowie Essens- und Getränkemarken. Zusätzlich werden wir uns noch eine nette Überraschung ausdenken ..." Tatsächlich gab es weder Essensmarken, noch das T-Shirt und die Überaschung war auch anders ausgefallen als erhofft. Die Streckenposten, die sich selbst organisierten, um an die zugeteilten Positionen an der Strecke zu kommen, bekamen zu hören, dass sich keiner Sorgen machen müsse, wie er zurückkäme:"Jeder kommt zurück!" Gemeint war der Zielpunkt im Main-Taunus-Zentrum (MTZ). Um nicht einen Transport auf der Strecke organisieren zu müssen, bestand die Zusage, am Ende des Rennens vor dem Besenwagen zum MTZ zurückzuskaten. Irgendwie ging das allerdings richtig in die Hose. Die Polizei- und Ordnungskräfte stellten ihre Tätigkeit ein, bevor der Besenwagen überhaupt durch war. Plötzlich standen mehr als 10 Ordner vor der Situation, sich auf nicht mehr abgesperrter Strecke, völlig ohne jede Sicherung zu befinden. Auf Skates (natürlich ohne Schuhe dabei zu haben) kämpften sich die ortsunkundigen Helfer, die aus anderen Städten extra angereist waren, durch den laufenden Verkehr auf der Strecke und mussten schließlich aufgeben, als dem Streckenverlauf auf einer 4-spurigen Schnellstraße nur noch unter Lebensgefahr zu folgen gewesen wäre. - Gelungene Überraschung!

Dabei wäre es ein einfaches, viele dieser unerfüllten Versprechen und die Verärgerung durch eben jene Unannehmlichkeiten zu vermeiden, die überhaupt erst durch die gegebenen Versprechen entstehen. Die einfachste Möglichkeit wäre, keine Versprechen abzugeben, die dann nicht gehalten werden. So bliebe den Betroffenen wenigstens die Möglichkeit, sich gleich auf die ungünstige Situation einzustellen. Sei es, dass sie sich mit Essen und Getränken selbst versorgen (diese also mitbringen) oder dass sie der fehlenden Rückfahrtmöglichkeit wegen, sich eine solche selbst schaffen.

Alternativ bliebe die Möglichkeit, auch die Ordner und deren Bedürfnisse in die aktive Planung einzubeziehen. Gerade weil es dem Veranstalter laut der vielen positiven Stimmen unter den Teilnehmern über die "perfekte Organisation" an eben diesem Talent offensichtlich nicht mangelt, ist nicht recht zu verstehen, warum hier nicht mehr getan wird.

Nicht nur die Ordner leiden unter solchen Unzulänglichkeiten, auch Zuschauer und Teilnehmer erwarten mehr. Ordner verstehen sich als verantwortungstragender Teil der Veranstaltung, und so ist es auch richtig. Auch Zuschauer schätzen dies so ein, und so wenden diese sich mit allen möglichen Fragen an die freundlichen Ordner. Leider aber haben diese meist nicht die geringste Ahnung davon, was bei der Veranstaltung wie geplant ist. Die Frage nach einer Toilette, dem Streckenverlauf, dem Zeitplan, Kontaktmöglichkeiten und, und, und. All dies ließe sich, wie es für die Teilnehmer ohnehin gemacht wird, in einer Information zusammenfassen, die dann eben auch allen Ordnern auszuteilen ist. Das kann so schwer nicht sein. 


Podcast des Beitrages

MP3-File des Beitrages ca. 2,8 MB  

 

 
<<